Catoire Piano Recitals
Kadri-Ann Sumera – Klavier
Freitag
8
Mai
19:30 Uhr
Nordischer Ton - Klaviermusik aus Estland von der Spätromantik bis zur Gegenwart
Musik bestimmt die estnische Volksseele wie keine andere Kunstform. Die estnischen Lieder- und Tanzfeste - man denke auch an die „Singende Revolution“ - wurden 2003 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Die Entwicklung einer eigenständigen Komponistenschule setzt in Estland mit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Als ihr Begründer gilt Heino Eller, der in Tallinn und Tartu mehrere Komponisten-Generationen prägte. Neben Arvo Pärt zählen Eduard Tubin, Lepo Sumera und Jaan Rääts zu seinen bedeutendsten Schülern. Als Väter der estnischen Kunstmusik sind weiter Rudolf Tobias, der seine letzten Jahre in Berlin verbrachte, und Maart Saar zu nennen. Ester Mägi war die wohl bedeutendste Komponistin Estlands im 20. Jahrhundert.
Kadri-Ann Sumera, die ihr Studium an der Estnischen Musikakademie begann und an der Musikhochschule Köln abschloss, ist eine der gefragtesten Pianistinnen Estlands. 2000/2001 war sie DAAD-Stipendiatin in Deutschland. Als Solistin hat sie u.a. mit Orchestern wie dem Estnischen Staatlichen Symphonieorchester oder der Dresden Sinfonietta gespielt. Im Jahr 2015-16 wirkte sie an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Nachdrücklich setzt sie sich für die Musik ihres Vaters, Lepo Sumera, ein. Die Künstlerin hat zahlreiche Aufnahmen für den Estnischen Rundfunk gemacht und ist Gründerin des Ensemble Neue Musik Tartu.
Auf dem Programm stehen Werke von Rudolf Tobias, Heino Eller, Eduard Tubin, Maart Saar, Ester Mägi, Lepo Sumera, Erkki-Sven Tüür sowie Jüri Reinvere.
Eintrittskarten ausschließlich an der Abendkasse. Es gilt das Prinzip eines freiwilligen Eintrittspreises:
„Pay what you can, pay what you like“.
Sie werden gebeten, im Anschluss an das Konzert am Ausgang einen Wertschätzungsbeitrag in beliebiger Höhe zu entrichten.
Die Konzerte finden im FORUM der Musikschule Lüneburg statt, das für seine hervorragende Akustik bekannt ist. Der Saal hat 197 Plätze.
Publikumseinlass ist 45 Minuten vor dem Konzert. In der Pause sowie vor und nach dem jeweiligen Konzert sind Getränke im Foyer erhältlich.
Kooperationspartner:
Nordostinstitut IKGN
Deutsch-Estnische Gesellschaft Lüneburg e.V.
Eine Veranstaltung der catoire-musikinitiative
Die Catoire-Musikinitiative wurde auf Anregung der Journalistin Navina Sundaram 2018 ins Leben gerufen und veranstaltet seither in der Elbphilharmonie sowie in der Laeiszhalle Hamburg Kammerkonzerte und Klavierabende – seit der Saison 2024/25 auch in Lüneburg.