Start ins neue Schuljahr in Zeiten von Corona

Erinnern Sie sich noch? An einem Freitag im März – ja, es war Freitag, der dreizehnte – erfuhren wir, dass wir die Musikschule aufgrund der ausbrechenden Pandemie schließen mussten. Ab dem darauf folgenden Montag ging erst einmal nichts mehr. Doch schnell nahm unser Kollegium die Dinge in die Hand, organisierte mit zum Teil einfachsten Mitteln Online-Unterricht. Nicht wenige unterrichteten durch – von zu Hause, jeden Tag, an Wochenenden, während der Ferien.

Seitdem ist viel passiert: Die Hansestadt hat, trotz erheblicher Mindereinnahmen, viel Geld in die Hand genommen, um in der Musikschule ein professionelles Onlineunterrichtssystem zu installieren. Dazu musste, mit einigem technischen und finanziellen Aufwand, auch der Internetzugang im Gebäude ertüchtigt werden. Jetzt, zum Start des neuen Musikschuljahres am 1. Oktober, sind diese Arbeiten fast abgeschlossen. Gleichzeitig konnten wir in weiten Teilen zu einer relativen Normalität zurückkehren. Präsenzunterricht ist weitgehend wieder möglich, zuletzt sind jetzt die Tänzer*innen und Tänzer wieder eingestiegen. Bis zum 1. November hoffen wir, auch bei der Musikalischen Früherziehung und beim Musikalisierungsprogramm »Wir machen die Musik« voranzukommen.

Doch gleichzeitig gilt auch in der Musikschule: Wir müssen weiterhin vorsichtig sein! Die Infektionszahlen steigen jetzt wieder deutlich an, deshalb wappnen wir uns für alle Eventualitäten, testen unser Onlineunterrichtssystem, entwickeln Hygienepläne für die Früherziehung oder für den Regionalwettbewerb »Jugend musiziert« im Januar. Im Veranstaltungsbereich versuchen wir ständig, unser Equipment zu erweitern, um Veranstaltungen auch hybrid (mit Livepublikum und Livestream) oder ausschließlich im Stream anbieten zu können. Unser Streichorchester »strings!« verzichtet auf eine Reise zu unserer Partnerschule in Cáceres/Spanien und produziert stattdessen eine Zeitreise in Hörspielform in unserem Tonstudio. Und auch das »Weihnachtliche Durchatmen« der Blockflötenklasse von Iris Hammacher wird in diesem Jahr ins Aufnahmestudio verlegt.

UNSERE HYGIENEREGELN SEHEN ZUR ZEIT SO AUS:

Weiterhin kann die Musikschule nicht als Aufenthaltsort z.B. für wartende Eltern genutzt werden – unsere »Lounge« bleibt geschlossen bzw. wird als Unterrichtsraum genutzt. Im Eingangsbereich gibt es eine Glastür zum Betreten und eine zum Verlassen des Gebäudes. Wer regulär zum Unterricht kommt, wird von der Einlasskontrolle durchgewinkt, der Dokumentationspflicht kommen wir über die Anwesenheitslisten nach. Begleitpersonen, Besucher*innen von Veranstaltungen oder des Sekretariats müssen uns zur Dokumentation ihre Personalien angeben. Wir fordern gleich nach dem Betreten des Gebäudes zum Waschen oder Desinfizieren der Hände auf, außer in den Unterrichtsräumen herrscht im gesamten Haus Maskenpflicht. Die oberen Stockwerke werden über das Treppenhaus Nord erreicht, zurück zum Ausgang geht es über das Treppenhaus Süd. Grundsätzlich gilt das Abstandsgebot, in den Unterrichtsräumen können jedoch bis zu 10 Menschen ohne jegliche Beschränkungen zusammenarbeiten. Beim Tanz sind die Regeln noch etwas entspannter, nämlich so wie bei festen Gruppen im Vereinssport.

Wir hoffen sehr, dass wir diese Regeln zumindest nicht wieder verschärfen müssen und den Präsenzunterricht weiterhin ermöglichen können. Doch gemeinsam schaffen wir das – mit der gebotenen Vorsicht!

Wir wünschen unseren Schülerinnen und Schülern einen guten Start in ein hoffentlich weniger belastetes Musikschuljahr 2020/21!

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