Das Instrument

Die Oboe gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. Sie entwickelte sich Mitte des 17. Jahrhunderts aus der Schalmei-Familie. Die Barockoboe hatte zunächst nur zwei Klappen, im Laufe der Jahrhunderte wurden immer mehr Klappen hinzugefügt. Der Ton wird beim Oboespielen durch zwei gegeneinander schwingende (Schilf-) Rohrblätter erzeugt. Die Oboe gehört also zu den Doppelrohrblattinstrumenten.Außer der Oboe finden sich im modernen Orchester auch noch das Englisch-Horn, das eine Quinte tiefer und seltener die Oboe d`amore, die eine kleine Terz tiefer klingt. Beide Instrumente haben einen birnenförmigen Becher. Zudem werden heute häufig wieder historische Oboeninstrumente (Barockoboe, klassische und romantische Oboe) verwendet, die an unserer Musikschule auch erlernt werden können.

Literatur und Einsatzmöglichkeiten

Originale Literatur für die Oboe findet sich in jeder musikalischen Epoche vom Barock bis zur Moderne. Dabei spielt die Oboe als Solo-Instrument hauptsächlich im Barock und in der Klassik eine große Rolle. In der Romantik wurde die Oboe zu einem bedeutenden Orchesterinstrument. In der klassischen Musik wird die Oboe im Orchester, als Solo-Instrument und in der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen mit unterschiedlichen Instru- menten verwendet. Auch in der Volks- und Popularmusik, selbst im Jazz, findet die Oboe vielseitige Verwendung.

Spielweise

Der Klang beim Oboespiel wird wesentlich dadurch beeinflußt, daß der Spieler die Lippen zunächst um die Zähne und dann um das Rohr schließt. Beim Blasen muß ein relativ hoher Luftdruck, ähnlich wie beim Trompetespielen erzeugt werden. Dabei ist die benötigte Luftmenge weitaus geringer als bei der Trompete.

Der Anfangsunterricht

Im Oboenunterricht werden allgemeine instrumentaltechnische Grundlagen gelehrt, die es dem Schüler ermöglichen, selbständig Stücke zu erarbeiten und in Ensembles bzw. Orchestern mitzuwirken. Daher spielt von Anfang an das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten eine wichtige Rolle. Zudem ist die richtige Atemtechnik von entscheidender Bedeutung. Nach ca. einem Jahr Oboenunterricht setzt auch der Rohrbau-Unterricht ein, in dem Oboenrohre selbst hergestellt werden.

Günstige Eingangsvoraussetzungen

Das Oboenspiel kann ab ca. 8 Jahren erlernt werden. Dabei ist Interesse am Instrument weit wichtiger als besondere Eignung. Für Kinder, die in diesem Alter mit dem Oboespiel beginnen wollen, aber zu klein sind, um eine "normale" Oboe zu greifen, gibt es kleinere Oboen, die extra für diesen Zweck entwickelt worden sind. Nach ca. einem Jahr erfolgt dann der Umstieg auf die "normale" Oboe. Da die Oboenmundstücke, die sog. Rohre, auf lange Sicht vom Spieler selbst hergestellt werden sollten, ist ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick erforderlich.

Anschaffung einer Oboe

Neue Oboen sind, abhängig von der Qualität, ab ca. 2.000 € erhältlich. Außerdem muß für ca. 100 € Rohrbauwerkzeug angeschafft werden.

Mietinstrumente

Die Musikschule stellt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mietinstrumente zur Verfügung. Zudem gibt es die Möglichkeit des Mietkaufs im Instrumentenfachhandel.

Downloads

Satzung

Copyright © Musikschule Lüneburg | Impressum | Datenschutz | Login

© 2015 - 2017 Musikschule der Hansestadt Lüneburg

Benjamin Albrecht Webdesign