Das Instrument

Vor- und Frühgeschichte des Fagotts, das zur Familie der Holzblasinstrumente gehört, sind nicht eindeutig geklärt. Man nimmt an, daß das Instrument in seiner Grundform bis zum Ende des 16. Jahrhunderts entstand.
Das Fagott (auch der fagott, wohl von fagotto = Bündel, franz. Basson, engl. Bassoon) ist ein konisches Doppelrohrblattinstrument. Seine Bestandteile sind das Kopfstück, das Mittelstück und das doppelröhrige Stiefelstück (oder Schaft), in dem auch das nächste Stück steckt, der Flügel. Das Fagott hat eine Rohrlänge von etwa 2,50 m, in realer Höhe mißt es etwa 1,40 m.

Literatur und Einsatzmöglichkeiten

Von der Renaissance über Barrock, Klassik und Romantik bis zur Moderne gibt es für das Fagott eine Fülle von Solokonzerten und Sonaten. Komponisten reizt immer wieder der große Tonumfang von über 3½ Oktaven und die breite Ausdrucksskala.
Dem Orchesterklang ist das Fagott unentbehrlich geworden. Als Baßinstrument in der Holzbläsergruppe und als eigenständiges Melodieinstrument ist es seit Mozarts Sinfonien ein fester Bestandteil jedes Sinfonieorchesters. In vielen Kammermusikbesetzungen oder als Continuoinstrument im Barockzeitalter ergeben sich vielfältige Musiziermöglichkeiten für Fagottspieler.
Das Fagott ist auch als Zweitinstrument für Schülerinnen und Schüler geeignet, die z.B. mit dem Klavier wenig Musiziermöglichkeiten gemeinsam mit anderen Instrumenten haben. Mit dem Fagott können diese Schülerinnen und Schüler zusätzlich harmonisches Zusammenspiel im Orchester oder Ensemble erleben.

Spielweise und Haltung

Das Fagott wird wegen seiner Größe und seines Gewichtes (ca. 3 kg) mit einer Schlaufe um den Hals getragen. Die zum Fagottspiel benötigte Fingerspannweite entspricht etwa der des Altblockflötenspiels. Das Mundstück (Doppelrohrblatt) des Instrumentes wird in den Mund genommen. Das Fagott wird seitlich am Körper gehalten. Die Spieltechnik des Instrumentes erfordert ein gutes Koordinationsvermögen, weil die Finger beim Greifen der Klappen nicht zu sehen sind.

Der Anfangsunterricht

Neben der Vermittlung rein instrumentaltechnischer Fähigkeiten (Koordination von Zunge, Atmung und Fingern) steht die Technik des Gestaltens (Artikulation, Phrasierung, Klangfarbe) schon im Anfangsunterricht im Mittelpunkt.
Durch regelmäßiges Üben lassen sich beim Fagottspiel sehr schnell Fortschritte erzielen. Nach ca. einem Jahr Unterricht wird der Tonraum von 2 Oktaven beherrscht - ausreichend, um schon erste Erfahrungen in einem Orchester oder Ensemble zu sammeln.

Günstige Eingangsvoraussetzungen

Kinder, die das Fagottspiel erlernen möchten, sollten ca. 10 Jahre alt und kräftig genug sein, das Instrument zu halten. Durch die Neuentwicklung des Fagottino, ein kinderspezifisches Instrument, ist der Einstieg früher möglich. Ein Gespräch mit dem Fachlehrer ist erforderlich. Wie bei allen Instrumenten ist ein gutes musikalisches Gehör von Vorteil. Die Noten müssen im Baßschlüssel und später auch im Tenorschlüssel gelesen werden, entsprechende Vorkenntnisse sind hilfreich aber nicht unabdingbar. 
Die folgenden Attribute werden den Fagottisten oft zugeschrieben: entgegenkommend, liebenswürdig, kontaktfreudig und ein ruhiger Sinn für Humor.

Anschaffung eines Fagotts

Für die Anschaffung eines neuwertigen Instruments (inkl. Koffer)
sollten ca. 2.600 € kalkuliert werden.

Mietinstrumente

Die Musikschule stellt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mietinstrumente (auch Fagottino) zur Verfügung.

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