Das Instrument

Die Posaune gehört zur Gattung der Blechblasinstrumente. Der Spieler eines Blechblasinstruments erzeugt die Töne durch elastisch gespannte Lippen, die durch den Atemstrom in Schwingung versetzt werden. Die Posaune hat die gleichen antiken Vorfahren wie die Trompete. Im 15. Jahrhundert wurde von den Instrumentenbauern am burgundischen Hof das "U-förmige" Zugsystem der Posaune entwickelt. Dadurch waren die Posaunen die ersten Blechblasinstrumente, auf denen die ganze chromatische Tonleiter bis in den Baß hinunter gespielt werden konnte. Eingesetzt wurden sie damals vor allem in der höfischen und in der sakralen Musik (Komponisten: Monteverdi, Gabrieli, Schütz, etc.). Die Posaunen wurden vorwiegend im Satz, bestehend aus Sopran-, Alt-, Tenor- und Baßposaune, eingesetzt. Heute werden hauptsächlich die Tenor- und die Baßposaune, seltener die Altposaune gespielt.

Literatur und Einsatzmöglichkeiten

Für die Posaune gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten: In Sinfonieorchestern, Blechbläser-Ensembles, Posaunenchören, Blasorchestern, Big-Bands und anderen Jazz-Formationen, ja sogar in Pop- und Rockbands wird die Posaune heute oft in Bläsersätzen zusammen mit Trompete und Saxophon eingesetzt. Auch als Solo-Instrument und mit Klavier- oder Orgelbegleitung wird die Posaune gern gehört. Im Bereich der Neuen und Experimentellen Musik spielt sie dank ihrer vielen Klanggestaltungsmöglichkeiten (Glissandi, Flatterzunge, Dämpfereffekte, etc.) ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Der Anfangsunterricht

Schon mit wenigen Tönen lassen sich viele Kinder- und Volkslieder spielen. Der Spaß am Musizieren steht dabei im Vordergrund. Fast spielerisch und "nebenbei" lassen sich so verschiedene Spieltechniken erlernen und der Tonumfang erweitern. Es werden verschiedene Tonarten erarbeitet. Mit speziellen Übungen wird auf jeden Schüler eingegangen. Viel Wert wird auf korrekte und weitgehend entspannte Körperhaltung gelegt, weil dies großen Einfluß auf eine gute Tonqualität und freies Musizieren hat. Später werden Stücke aus verschiedenen Zeit- und Stilepochen erarbeitet. Dabei können besondere Interessen des Schülers (Klassik, Jazz etc.) berücksichtigt werden.

Günstige Eingangsvoraussetzungen

Empfohlen werden Kurse in musikalischer Früherziehung oder Grundausbildung und evtl. Musiklehre I. Notenkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, weil für das Posaunespielen das Lesen der Noten ohnehin im Baßschlüssel erlernt wird. Da für Kinder, die zum Spielen der normalen üblichen Tenorposaune noch zu klein sind, die kleinere Altposaune angeboten wird, können Mädchen und Jungen heute meist im Alter von 8 Jahren mit dem Posaunenunterricht beginnen. Besonderheiten wie Zahnstellung und Kieferbau, Beschaffenheit der Lippen, etc. werden im Rahmen der Instrumentenberatung ausführlich besprochen.

Anschaffung einer Posaune

Über die aktuellen Anschaffungskosten für eine Posaune können Sie sich beim Fachhandel oder bei einer Fachlehrkraft informieren.

Mietinstrumente

Die Musikschule stellt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mietinstrumente zur Verfügung.

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